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28.08.2005 - Bullo River Station Part 3
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Der restliche Aufenthalt auf der Station
Wie ging es weiter? Na lest doch selbst! ;o)
Am Montag den 01.08.2005 gab es den naechsten Day off. Christina, Gorden & Kate, Rachel & Kids, Sigmund und ich sind zum Waterhole mit 2 4WDs gefahren. Das Waterhole liegt an der Road zum Highway ca. 45min vom Homestead entfernt. Das Wasser ist sehr klar, solange man nicht drin herumschwimmt *g*. Nachmittag sind wir dann wieder zurueck gefahren. Justin und Bonnie (Bonnie schon sehr ungeduldig auf Justin gewartet, sie sollte ihn normalerweise erst geg. Weihnachten wieder sehen) sind mit den Quadbikes durch's Gelaende gefahren. Abends gab es T-Bone Steaks bei Gorden. Das waren riesen Klopper, aber an einigen Stellen sehr zaehe.
Da wir zuvor 2 Wochen ohne Unterbrechung durchgearbeitet haben, gab es dieses mal 2 Day off. So war der folgende Tag ein weiterer Day off (ich mag lieber pro Woche 1 Day off,denn 2 Wochen ohne stop ist schlauchend, besonders bei 50-60h die Woche, so war es dann eine ca. 130-140h Woche, da ohne Day off.). Gorden, Sigmund und ich waren Fischen gegangen. An diesem Tag haben wir ca. 5 Catfishs und einen Salmon gefangen. 2-3 von den Catfishs habe ich selber gefangen. Ich durfte dann auch zum ersten Mal selbst einen Fisch filetieren. Die Fische wurden, wie auch zuvor mit dem Hai, bei lebendigen Laib filetiert und danach zur Seite geschmissen, um nicht die Krokodile anzulocken. Das erste Filet sah grauenhaft aus, aber ich bekam es dann spaeter besser hin. Bei Catfishs muss man aufpassen, dass man nicht von den 3 Stacheln (am Kopf und an den Seitenflossen) gestochen wird, da sie Gift enthalten. Ach was noch passiert war, Gorden ist beim Fischen der Koeder mit dem Netz in den Fluss gefallen (es war ein sehr tiefe Wasserloch am Uferrand, war ein Glueck kein Kroko drin). Ich habe nach dem Fischen gemerkt, dass ich Sonnenbrand an den Beinen bekommen habe(hatte zuvor immer Jeans an, an den Armen bin ich bereits braun genug , ich hatte ausserdem mir nur die Arme eingecremt, da ich ja auch Jeans an hatte, hatte sie aber dann ausgezogen , da es zu schlammig war und nicht an Sonnenbrand gedacht, war aber schnell (ca.2Tage) vorbei). Auf der Fahrt zwischen Homestead und Fischplatz haben wir ein totes Fohlen (Pferd) entdeckt. Es starb, da das Fohlen von dr Mutter durch einen Zaun getrennt war und so keine Milch bekam. Da hat wohl jemand nicht richtig nachgedacht mit den Zaeunen und Pferden.
In der Woche habe ich vorwiegend mit Gorden am Homestead gearbeitet, um die Panels unterm Dach anzubringen.Sie dienen zur Isolation (insolation in englisch, warum auch immer) der Waerme durch die Sonne.
Fuetterung der Cattle war nun auch oefters angesagt, da Podge nicht mehr da ist, wie bereits erwaehnt. Am Anfang habe ich mit Rachel die Fuetterung gemacht, spaeter dann allein.
Am Samstag war der naechste Day off, habe aber erst am Sonntag genommen, da Gorden weiterarbeiten wollte, da er den Day off an einem anderen Tag verwenden wollte.
Samstag hatte ich meine erste Guitarrenstunde mit Justin. Er kann sehr gut Guitarre spielen. Er brauch nur mehrmals einen Song hoeren und kann waehrend dessen mitspielen (bin aber nicht weit gekommen, da ich die Station vorzeitig verlassen habe). Am Abend habe ich mich Gorden lange unterhalten, ueber Gott und die Welt ;o), bis ca. 1Uhr in der frueh. Ich hatte ja Day off morgen, aber er nicht.
Meinen Day off am Sonntag habe ich fuer eine Phototour genutzt (die photos von der Station (Gebaeude etc. seht ihr ja in der Galerie), zum Ausschlafen und zum Lesen, etc. An diesem Tag ist auch der Kaeufer fuer Cattle angereist. Abends kam dann auch der Roadtrain an. Morgen werden die Cattle verladen.
Frueh morgens haben wir die Cattle erneut sortiert, damit sie auf den Truck in geordneter Weise verladen werden koennen. Dabei wurde auch die Anzahl Kuehe in der jeweiligen Gruppe ermittelt, um die Kaufpreis zu ermitteln. Am Ende waren es dann ca. 80-100 Tiere. Danach wurde ersteinmal Teatime gemacht. Ich durfte anschliessend die Cattle fuettern und wieder einmal Loecher buddeln. Nach Lunchtime sind Evan, Justin und ich zu einem alten Croccage gefahren, um ihn herauszuholen und zum Homestead zu fahren.(Der Croccage war leer) Der Kaefig musste noch ein bisschen gerade gebogen werden, da er an einigen Stellen voellig verbeult war.
Der Kaefig wurde dann am Dienstag von Lynden, Evan und mir an der Gorge ins Wasser gelassen, wo ein ca. 4m langes Krokodil eingefangen werden sollte. Das Krokodil schaute an der anderen Seite des Bullorivers unseren Taetigkeiten zu. Es war schon ein unwohliges Gefuehl den Kaefig im Wasser zu platzieren, wenn es dort Krokodile gab. Wir haben auch eine Fahrt mit dem Boot gemacht, damit wir auch den Anblick der Gorge geniessen koennen. Marlee und Rachel haben an diesem Tag den ShoppingRun gemacht. Sie haben auf der Rueckfahrt auch gleich den Ersatz fuer Heather mitgenommen. Heathers Zeit ist in den naechsten Tagen bereits rum. So nimmt nun eine neue Kuechenhilfe ihren Platz ein. Abends gab es BBQ, was ich mit Sigmund zusammen gemacht habe. Ein Kamerateam war am laufenden Tag eingetroffen um einen Bericht ueber die Krokodiljagd aufzuzeichnen. Das Team war von Channel Nine, welches den Beitrag zum Krokodilfang fuer 60Minutes zusammenstellt.
Am Tag darauf habe ich mit dem Backhoe (Baggerlader, Grabenbagger) die auf dem Gelaende Naehe Workshop herumstehenden Panels (fuer Yards zum Einfangen der Kuehe) eingesammelt und die defekten aussortiert. Die defekten werden spaeter wieder repariert (gerade gebogen, zusammengeschweisst,...). Habe heute nun auch die Daenen Anett angetreoffen, aber noch nciht viel erzaehlt, da jeder meistens beschaeftigt war. Das TV-Team von gestern sowie Marlee, Lynden und Evan waren heute an der Gorge um Aufnahmen fuer den Report zu erstellen. Lynden hat fuer die Reporterin (Amanda) geschwaermt. Sie hat schwarzes Haar und sieht eher einem Modell als einer Reporterin aehnlich. Den Report seht ihr auf diesem Video (60min.Report ueber Crocodiles, Marlee und Steve Irvine) hier (in quicktime movie format: 60minutes [107MB]).
Es ist mal wieder Donnerstag. Ich habe mit Rachel die Cattle gefuettert. Dabei haben wir ein mittelgrosses Rind am Boden liegen sehen, was bereits am Mo am Boden war. So musste es erschossen werden, da es selbst nicht mehr aufstehen konnte. Nach einer kurzen Einleitung ins Schiessen von Marlee(at Homestead), durfte Rachel selber Hand am Revolver anlegen. Nach 3 Headshots war das Rind aber anscheinend noch nicht tot. So kam Marlee spaeter um selbst einen Blick darauf zu werfen. Meine Aufgabe war spaeter den Kadaver zum Deathpit zu fahren. Nach 2nd Breakfast habe ich Hay in den Yards near homestead ausgefahren. Was jedesmal eine Menge Zeit beansprucht, da das Entfernen der Halterungsschnuere und das zuvorige platzieren der Heuballen nicht so einfach und schnell durchzufuehren ist, besonders wenn die Heuballen imens schwer sind (verschiedene Heu/Stroh-Dichten). Nach Lunch durfte ich around rubbish pit den ganzen herumliegenden Muell einsammeln, den die Crows and the wind herumgeweht haben.Der Grossteil der Anderen war mit Marlee zum Uebungsschiessen zum Billabong gefahren. Mit ihnen waren auch die Kids, die selbst auch schiessen durften. Ich konnte leider nicht daran teilnehmen, da ich anderes zu tun hatte. Das Aufstellen des Croccage hat sich gelohnt. Ein Croc hat sich fangen lassen und zwar das 4m lange Croc, was wir bereits beim Aufstellen gesichtet hatten.
Am Freitag war dann grosses Gerede und Getue ueber den Krokodilfang. Ich durfte dieses Mal alleine die Fuetterung durchfuehren. Bevor alle Faeden von den Heuballen entfernt waren, wurde ich von Evan abgeholt. Nun ging es los zur Gorge, wo das Croc auf uns wartete (nicht wirklich, welches Tier will schon mit Menschen zu tun haben). Wir waren mit 3 Fahrzeugen unterwegs. Mit uns waren auch die Kids von Touristen mit, die unbedingt dabei sein wollten. Nachdem wir angekommen sind wurde auch alles vorbereitet um das Krokodil zu erschiessen. Marlee hatte dies uebernommen. Nachdem das grosse Trara vorbei war, musste der Kaefig aus dem Wasser. Dabei mussten wir(Lynden, Evan, Sigmund, Justin und ich) selbst ins Wasser (war wieder ein ungewoehnliches Gefuehl, besonders dann wenn man mit Schuhen im Schlamm stecken bleibt). Der Kaefig war, mitsamt des Croc und dem Schwein als Koeder, enorm schwer. Die Seilwinde von Evans Nissan wurde zum Herausziehen des Kaefig verwendet. Danach haben wir das Krokodil per Hand aus dem Kafig gezogen und auf das Heck vom Nissan. Waehrend dessen habe ich im Gebuesch eine etwa mehr als 2m lange King Brown entdeckt (siehe Galerie). Nachdem wir zurueck am Homestead waren ging es ans "unskinning the croc". Dies haben Lynden und ich uebernommen. Justin hatte auch ein Mal probiert, aber es war nicht so sein Ding. Wenn wir manchmal die Muskeln anschnitten oder manchmal einfach so, haben die Muskeln gezuckt. Zum Abend gabe es dann auch Croc-filets zum Kosten. Sieht wie Huenchen aus, schmeckt eher like fish. Wenn man Krokodil von einer Farm bekommt schmeckt es eher like chicken. At the end, es ist nicht wirklich mein Geschmack. Der Rest des Croc (ohne skull and skin) kam in the death pit.
Am naechsten Tag habe ich mit Lynden versucht die Reste von der Krokodilhaut zu entfernen. Danach kam Salz darueber. Nachmittags durfte ich 2 grosse Kuehe zum death pit fahren. War gar nicht so einfach diese 2 gleichzeitig zu transportieren, da sie schon etwas aufgeblaeht waren und deshalb wesentlich mehr Platz als normal einnehmen.
So hier nun ein paar bewegte Bilder dazu (in quicktime movie format):
1.Crochunt[63.4MB]
2.Croc-TwitchingMuscles[8.62MB]
3.Croc-AntsAttac[4.23MB]
Am Sonntag ist Day Off. Diesen Tag haben Gorden, Bonnie, Justin, Christina & Sigmund genutzt um an die Gorge zu fahren (Rundfahr mit Boot). Diesen Ausflug hatte ich bereits mit Evan und Lynden gemacht. Meine Wenigkeit nutzte den Tag zum Faulenzen.
An diesem Montag war die Zeit fuer Heather gekommen Abschied zu nehmen. Sie sollte erst mit in einem Flugzeug nach Darwin geflogen werden, was aber dann zu einer Autofahrt, zum Highway und dann Bus, geaendert wurde. Was ueberraschend war, Sylvia verliess ebenfalls die Station. Nach ca. 1Jahr Aufenthalt (4 Jahre waeren moeglich gewesen), hatte sie anscheinend genug von Outback gehabt. Justin hat mit mir zusammen an diesem Tag die Cattle gefuettert. Dabei gab es ein verletztes Kalb. Es hatte sich an den Tagen davor im Fresstrog verfangen und sich das Hinterbein bis zum Knochen aufgeschnitten. So hat Justin dieses Mal das Schiessen uebernommen. Diese Aufgabe wollte ich aus verschiedenen Gruenden nicht uebernehmen. Danach gab es wieder eins zu tun "bring the dead cattle to the death pit".
Dienstag war Defencing Tag fuer mich angesagt mit samt den dazugehoerigen Fliegen (ach wie ich sie vermisst hatte ;oP ). Dieses Mal aber unmittelbar am Homestead. Fuer die Mainposts musste ich den Backhoe verwenden, da sie doch sehr fest in dem trockenen Boden verankert waren. Einen Post habe ich dabei ein bisschen verbogen, da er doch etwas zu feststeckte. So musste ich zuvor bewaessern um den Boden zu lockern. Beim Entfernen der kleineren Posts habe ich eine Redback Spider entdeckt, die ihr auch in der Galerie anschauen koennt.
In den letzten Tagen habe ich Klimaveraenderung bemerkt. Es wird langsam waermer und etwas feuchter in der Luft. Die Nachtemperaturen betragen nun oefters um die 20-25 Grad Celsius. Tagestemperaturen sind fast unveraendert bei mind. 30 und mehr.
In den naechsten Tagen war oefters Feeding und Defencing angesagt. Was auch nicht fehlen durfte, war das entfernen eines toten Rindes, was schon halb zersetzt war. Dies war ein leckeres Erlbenis, besonders wenn der Wind beim Transport mit dem Backhoe von vorn kommt und des oefteren kleine Stuecke vom Rind herunter geflossen/gefallen waren. Lynden durfte die kleine Bruecke ueber den Creek reparieren, da die Metallplatte oben drauf lose war und an manchen Stellen gebrochen. Wie fast jede Woche kam diese Woche auch das Mailplane. Aber dieses Mal entfachte es einen Brand auf der Landepiste (ist auch nur eine Weideflaeche), welcher schnell geloescht werden konnte.
Den darauffolgenden Sonntag & Montag war Day Off. Ich habe mich als Koch versucht und habe Milchreis, Apfelmus, Schokoladenbrot und Chocolate Muffins gemacht. Sind alles was geworden, und den anderen hat es geschmeckt.
Es gab am Dienstag noch ein weiteres totes Kalb, was einige Zeit in vermodderten Wasser gelegen hat und somit auch sehr delicious gerochen hatte. Das Anheben des Cattle und verfrachten in die Schaufel des Backhoe, war nicht gerade so einfach zu bewaeltigen, da die Haut durch das Liegen im Wasser zu weich war und beim anheben riss und sich verschob. Am Nachmittag sind Rachel, Marlee, Justin und ich ca. 40min vom Homestead weg gefahren. Marlee und Rachel haben Baeume gefaellt. In der Zeit durften Justin und ich die Rinde abhauen -> (de-)barking trees. Nach einiger Zeit schmerzten die Finger wieder, aber nicht so derb wie beim letzten Mal. Es war auch etwas einfacher als zuvor, da ich durch das Debarking am Victoria-River bereits etwas Praxis hatte. Das Debarking wurde auch am naechsten Tag fortgesetzt, was einen "heiden Spass" gemacht hat. Heute sind besondere (reiche) Gaeste aus den Staaten angekommen, denen auch ein besonderer Aufenthalt gewaehrleistet werden musste. So durfte ich am darauffolgenden Tag den Stationwagen reinigen. Danach war meine Aufgabe wie die der letzten beiden Tage, Debarking trees, aber dieses Mal alleine. Ich bin auf Grund von ungenauem Zeitgefuehl zu frueh zum Homestead zurueckgefahren, was Marlee auch bemerkt hatte, weshalb sie micht auch extra at quarters angerufen hatte. Der naechste Tag war komplett mit Debarking verbucht, was wieder ein Ein-Mann-Job gewesen ist. An dem Tag habe ich 16 Staemme geschafft. Es war schweisstreibend und relativ monoton und einsam.
Samstag war der Tag aller Tage. Ich habe mit den groessten Teil des Tages mit Sigmund zusammen gearbeitet. Wir haben ein Zelt, fuer die zum Abend eintreffenden Aboriginals, aufgestellt und Feuerholz, fuer das grosse Bonfire zum Abend, eingesammelt. Aboriginals kamen nicht, stattdessen wurden die Kids als Aboriginals verkleidet, die dann um das Feuer herumgetanzt sind. Es gab noch an diesem Nachmittag ein paar Unstimmigkeiten zwischen Marlee und mir, so dass ich die Station am Montag verlassen habe.(was passiert war wisst ihr ja aus dem Forum).
Schlusswort: Der Aufenthalt auf der Station war interessant und ein ungewoehnliches Erlebnis. Die Arbeit war manchmal sehr hart und aus meiner Sicht etwas unterbezahlt. Die Arbeitsstunden waren meistens zu lang, was aber nicht honoriert wurde. Das Outbackleben ist gewoehnungssache, woran ich mich aber nicht gewoehnen moechte.
Bis dann und bis zu den naechsten Reportagen,
cya hendrik
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